Stendal entdecken

Herzlich willkommen in Stendal!

Es ist sehr bemerkenswert, dass du dich für die Hansestadt Stendal interessierst. Hier erfährst du mehr zu Stendal und vor allem was es hier alles zu entdecken gibt.

Stendal war und ist die größte Stadt der Altmark. Sie liegt im Norden Sachsen-Anhalts in einer an Naturschönheiten reizvollen Landschaft im Uchtetal. Stendals Altstadt ist ein Flächendenkmal mit der beachtlichen Ausdehnung von 94 ha. Die Stadt besitzt neben Geschichte auch interessante Geschichten und viele imposante Gebäude aus der Zeit der Backsteingotik. Diese Baudenkmäler erinnern an den einstigen Reichtum und an die Bedeutung der alten Hansestadt. Wenn du durch die Stadt wanderst, findest du Informationstafeln vor einzelnen Sehenswürdigkeiten und Bauwerken die dir mehr verraten.  
Wenn du auf den historischen Pfaden gehen willst, dann erfährst du, dass Stendal einen großen von einer Stadtmauer umgebenen Stadtkern besitzt. Dieser Stadtraum will erkundet sein. Nimm dir etwas Zeit und Muße für die Spurensuche auf den Wegen der Backsteingotik. Lass dich zu einem Gang durch die über 800-jährige Geschichte unserer schönen Stadt einladen, dabei gibt es viel zu sehen und zu entdecken!

Erlebe die Stadt, wo „Mittelalter Moderne trifft“ – die Hansestadt Stendal. 

Rathaus

Das Stendaler Rathaus ist über mehrere Jahrhunderte gewachsen. Die Gerichtslaube, der älteste Teil, entstand Anfang des 15. Jahrhunderts. Der eingewölbte Keller darunter diente damals als Kaufhaus. Mitte des 15. Jahrhunderts errichtete die Gewandschneidergilde den hinteren, langgestreckten Trakt des Gewandhauses. Hinter dem Renaissanceportal liegt das ehemalige Treppenhaus. Der vorgelagerte Corpsflügel wurde zum Ende des 15. Jahrhunderts mit typischen Schweifgiebeln im Renaissancestil erbaut. In der Dachschräge siehst du das reizvolle kleine Zwerchhäuser. Erst Ende des 19. Jahrhunderts ergänzte man den linken Trakt im neohistorischen Stil der Renaissance. Ein besonders wertvolles Kleinod befindet sich im kleinen Ratssaal. 

Roland

Vor der gotischen Gerichtslaube steht der steinerne Roland aus dem Jahre 1525. Er gilt als Zeichen für Rechte und Freiheiten der mittelalterlichen Stadt. Mit 7,80 m ist er die drittgrößte Rolandfigur in ganz Deutschland.
Diese Sandsteinfigur lehnt an einer reich verzierten Säule. Die steinerne Standfigur trägt einen Harnisch, auf dem Kopf einen Federschmuck, in der rechten Hand hält er das Schwert und in der linken den Schild mit einem Adlerwappen. Die heutige Rolandfigur ist eine originalgetreue Kopie von 1974, der Vorgänger wurde bei einem schweren Sturm stark beschädigt und kann heute im Altmärkischen Museum zu Teilen besichtigt werden.

Marienkirche

Der Bau der Ratskirche wurde 1447 geweiht. Gemeinsam mit Rathaus und Roland beherrschen die 82 m hohen Türme das Bild des Marktplatzes der Hansestadt Stendal. Neben dem prächtigen Hochaltar sind die astronomische Uhr und der Lettner sehenswert. Unscheinbar, aber als Zeitzeuge wertvoll, ist der Grabstein von Wilhelm Tappert, ein Rektor der 1338 gegründeten Lateinschule. Er gilt als früher Förderer Winckelmanns.

Jacobikirche

Der Vorgängerbau könnte die Dorfkirche des Dorfes Steinedal gewesen sein. An der Südseite sieht man eine sandsteinerne Tafel. Hier heißt es: Zu Ostern 1311 hat mich neu gebaut der Baumeister Reneke…“. Zur weiteren Ausstattung gehören vielfarbige Buntglasfenster aus dem 14. und 15 Jahrhundert. Bemerkenswert ist unteranderem auch der Renaissance-Hochaltar (1602) sowie die Sandsteinkanzel (1612).

Petrikirche

Die Petrikirche ist die kleinste der vier in der Hansestadt Stendal befindlichen Hauptpfarrkirchen und die älteste der erhaltenen Kirchen unserer Stadt. Es ist eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche mit Chor und Apsis. Der schlichte Innenraum wird durch den Lettner mit seinem Figurenzyklus dominiert. Der Hauptaltar besteht aus zwei übereinander gestellten spätgotischen Flügelaltären.

Kirche St. Anna

Am Mönchskirchhof steht die kleine Kapelle St. Anna. Sie entstand in der 2. Hälfte des 15. Jahrhundert als Kirche eines gleichnamigen Klosters. Hier hatten sich Nonnen des so genannten dritten Ordens angesiedelt, den Franz von Assisi ursprünglich für „Weltliche“ gegründet hatte. Die Kirche, die heute noch von der katholischen Gemeinde genutzt wird, ist ein einschiffiger Backsteinbau. 

Uenglinger Tor

Das Uenglinger Tor ist ein Rest der Stendaler Befestigungsanlage. Es ist eins der schönsten Stadttore im norddeutschen Raum. Der prächtige Aufbau diente im 15. Jahrhundert nicht nur der Verteidigung, sondern auch der Repräsentation der reichen mittelalterlichen Stadt. Der Zugang befindet sich im rechten Turmfuss von der Stadtseite her. Im Zuge der Restaurierung und der Begehbarkeit des Tores wurde ein sicherer Zugang vom Nordwall her geschaffen. Hat man sich die Mühe gemacht den 28m hohen Torturm zu besteigen, wird man mit einer wunderschönen Sicht auf unsere schöne Hansestadt Stendal und die Umgebung belohnt.

Tangermünder Tor

Von der eigentlichen Wehranlage ist heute nur noch der Hauptturm erhalten. Hier ist der im 13. Jahrhundert entstandene Baukörper noch klar erkennbar, während die gotischen Aufbauten wie beim Uenglinger Tor schon die Repräsentation erkennen lassen. Der Zugang zum Tor war nur vom Wehrgang an der Stadtmauer möglich. Nach dem Abtragen der Mauer und des Walles entschwand dieser in unerreichbare Höhen. Um die Räume des Torturmes zu erreichen, wurde in den achtziger Jahren ein denkmalpflegerisch umstrittener Anbau mit Wendeltreppe geschaffen.

Gertraudenhospital

Unweit des Uenglinger Tores, also vor den Wällen außerhalb der Stadt, standen einmal zwei Hospitäler: das Georgenhospital und das Gertraudenhospital. Letzteres, ein schlichter Backsteinbau aus dem letzten Viertel des 14. Jahrhunderts, war zur Zeit des Mittelalter seine Einrichtung für in Not geratene Pilger, Reisende und wandernde Arme.

Mönchskirchhof und Reflektorium

In unmittelbarer Nähe zum Nonnenkloster befand sich das Franziskanerkloster. Von dieser Einrichtung ist lediglich das Refektorium erhalten. Es diente den Mönchen als Speisesaal. Im Obergeschoß befindet sich eine gotische Halle (Saal) mit Kreuzgewölben. Das Refektorium wird heute als Stadtbibliothek genutzt.

Pulverturm

Im südlichen Bereich der heute noch erkennbaren Wallanlage, die einst als Stadtbefestigung um die Stadt führte, befindet sich der Pulverturm. Während der Feldsteinunterbau bereits im 13. Jahrhundert entstand, wurde der Wehrturm in der Mitte des 15. Jahrhundert errichtet. In den Jahren 1990/91 wurde der Turm rekonstruiert.

Dom St. Nikolaus

Von dem ursprünglichen Gründungsbau von 1188 sind heute nur noch die um 1200 errichteten unteren Geschosse der Turmfront erhalten. Die heutige Stiftskirche, die zwischen 1423 bis 1463 entstand, ist eine dreischiffige Hallenkirche mit Querhaus. Der hohe Chor ist die Weiterführung des Mittelschiffes nach Osten. In seiner klaren Linienführung ist der Dom St. Nikolaus eine der reifsten Schöpfungen der mittelalterlichen Architektur Norddeutschlands. Von besonderer Schönheit ist der Staffelgiebel, welcher über einem großen fünfteiligen Fenster am nördlichen Querschiff aufragt. Die aus dem 15. Jahrhundert stammenden 22 Glasmalereifenster, die bereits restauriert wurden, machen ihn zu einer Sehenswürdigkeit von internationalem Rang.

Sperlingsberg

Ursprünglich „Vor dem Schadewachten“ genannt, entstand nach dem Abriss des Elisabethhospitals ein dreieckiger Platz, an dem die Marktsiedlung und der Schadewachten zusammentrafen. Zur Ehrung und Erinnerung an den „Cholera-Doktor“ Haacke, einem Ehrenbürger unserer Stadt, wurde der Haacke-Brunnen errichtet. Im Volksmund wird die taubenfütternde Frauenfigur „Sperlingsida“ genannt. Der Berg rührt daher, dass von der Marienkirche bis zum Sperlingsberg eine Steigung von 50 cm überwunden werden muss.

Winckelmannplatz

Gegenüber von St. Marien befindet sich der Winckelmannplatz. Unter mächtigen Bäumen steht ein Denkmal für Johann Joachim Winckelmann. Es wurde 1859 für den berühmten Sohn der Stadt errichtet. Er ist der Begründer der Klassischen Archäologie und Kunstgeschichte. Als Kind eines armen Schusters wurde Winckelmann am 09.12.1717 in Stendal geboren. Er starb am 08.06.1768 durch einen Mordanschlag in Triest. Weitere Informationen über sein Leben und Wirken zeigt das Winckelmann-Museum.

Nachtigal Denkmal

Vor den ehemaligen Wallanlagen am Tangermünder Tor liegt der Nachtigalplatz. Unter alten Bäumen steht hier ein Denkmal für den Afrikaforscher Gustav Nachtigal von dem Berliner Bildhauer Anders, 1891 errichtet und 1991 wieder aufgestellt.  Sein Verdienst bleibt es, die damals noch unbekannte Mitte der Sahara und Sudan als erster erforscht und die Verbindung zwischen dem östlichen und westlichen Sudan, zwischen den Tschadseeländern und dem Nilgebiet gefunden zu haben. 

Ortschaften

Zur Hansestadt Stendal gehören, neben der Kernstadt, noch weitere 18 Ortschaften – mit insgesamt 30 Ortsteilen.